Die Wiener Themenwochen

Jetzt geht’s um die Wurst! Wiener Würstelstände

Die Käsekraiener ist mittlerweile fast so berühmt wie der „Steffl“ und steht wie das Schnitzel sinnbildlich für das kulinarische Wien. Dementsprechend viele Würstelstände gibt es in unserer Stadt, die zahlreiche Variationen des beliebten Imbisses anbieten. Kommende Woche besuchen wir mit euch fünf herzhafte Würstelstände in Wien – Jetzt geht’s um die Wurst!

Würstelstand LEO, 1190


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© Mark Neal

Der „Würstelstand LEO“ wurde im Jahr 1928 gegründet und gilt noch heute als ältester Würstelstand Wiens. Der Imbiss bezieht seine Zutaten von heimischen Lieferanten und bietet auch vegetarische Alternativen wie beispielsweise den Gourmet Hot Dog aus Bio Kräuter Seitlingen an. Unter der großen Auswahl an Würsten findet ihr auch extravagante Kreationen wie die feurige Chili-Mex Wurst oder die scharfen Käsekrainer. Passend zu den knackigen Leckerbissen sind auch die hausgemachten Saucen ein echter Geheimtipp! Berühmt ist der „Würstelstand LEO“ vor allem für seine legendäre Riesen-Käsekrainer „BIG MAMA“, die über ein halbes Kilo Fleisch auf die Waage bringt und bis zu vier Personen satt macht. Die Speisekarte umfasst über 60 Imbisse, die ihr auch in der praktischen To-Go-Box bekommt. Den Würstelstand findet ihr am Döblinger Gürtel 2 im 19. Bezirk. Montag und Dienstag ist zwischen 10:00 und 2:00 Uhr, Mittwoch bis Samstag zwischen 10:00 und 4:00 Uhr und am Sonntag zwischen 12:00 Uhr Mittag und Mitternacht geöffnet.


Würstelstand Kaiserzeit, 1020

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© Daniel Reche

Der Premium-Würstelstand „Kaiserzeit“, bei dem der als „Seifenstein“ bekannte Schauspieler und Autor Rudi Rubinek Teilhaber ist, steht für royale Genüsse und das spiegelt sich auch auf der Speisekarte wieder. So findet ihr viele Spezialitäten der ehemaligen Habsburger Kronländer wie Langos, Debreziner- oder Pusztawürstel auf der Karte des Imbisstands. Wenn ihr euch von der Dekadenz der „Kaiserzeit“ anstecken lasst, solltet ihr unbedingt die edle Mangalitza-Bratwurst oder gleich das Kaisermenü bestellen. Dieses besteht aus einer eigens kreierten getrüffelten „Kaiserbratwurst“, die mit Senf, einer original Kaisersemmel und wahlweise mit Sekt oder mit Champagner serviert wird. Wenn ihr lieber „bürgerlich“ essen wollt, empfehlen wir euch die ungarische Gulaschsuppe, die berühmten Sardellenbrote oder nach einer durchzechten Nacht das Katermenü inklusive Reparatur-Seidl. Ihr findet den Würstelstand „Kaiserzeit“ auf der Augartenbrücke im zweiten Bezirk. Hier könnt ihr von Montag bis Mittwoch zwischen 11:00 und 1:00 Uhr, Donnerstag und Freitag zwischen 11:00 und 3:00 Uhr und am Samstag von 19:00 bis 3:00 Uhr morgens speisen wie die Kaiser.


Alles Walzer, Alles Wurst, 1100

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© Dave Reid

Wenn ihr eure Geschmacksknospen auf einen feurigen Tanz einladen wollt, dann seid ihr bei „Alles Walzer, alles Wurst“ genau richtig. Der Würstelstand ist berühmt für seine scharfe Currywurst nach Berliner Art, die es in vier Schärfegraden zu kaufen gibt. Ihr habt die Wahl zwischen „pikant“, „scharf“, „unmenschlich“ und dem „Witwenmacher“. Für die letzten beiden Saucen müsst ihr mindestens 18 Jahre alt sein und der „Witwenmacher“ – mit sage und schreibe einer Million Scoville – erfordert sogar eine unterschriebene Einverständniserklärung. Wenn ihr eure Wurst lieber mild genießt, empfehlen wir euch den hausgemachten Zwiebelsenf. Eine weitere Besonderheit bei „Alles Walzer, alles Wurst“ sind Spezialwürste wie Bisongriller oder die kalorienarmen „Käsekrainer vom Strauß“, die es immer nur für kurze Zeit gibt. Informationen zu den Sonderaktionen erhaltet ihr auf der Facebook-Seite des Imbissstands. Ihr findet ihn in der Quellenstraße 84 im zehnten Bezirk. Er hat jeden Tag von 8:00 bis 5:00 Uhr früh geöffnet. 


Würstelstand - Zum scharfen René, 1010

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© Picography

Beim Würstelstand „Zum scharfen René“ ist der Name Programm, denn er ist als schärfster Würstelstand Wiens bekannt. Die Schärfe wird in sechs Stufen angegeben, wobei jede Stufe der Anzahl an Scoville in Millionen entspricht. Wer sich für den Chiliextrakt der höchsten Stufe entscheidet, bekommt einen Tropfen Chilisauce mit sechs Millionen Scoville in den Senf oder in das Ketchup gemischt. Zum Vergleich: Eine Dose Pfefferspray der Polizei kommt auf einen Wert von etwa 2,5 Millionen Scoville. Wahlweise könnt ihr auch zahlreiche, mitunter prämierte Chilipulver zu eurer Wurst bestellen, die ihr auch für euren privaten Gebrauch kaufen könnt. Der Würstelstand ist besonders für seine Currywurst bekannt, die mit „René’s Spezialsauce“ und Hausbrot serviert wird. Die genaue Rezeptur der Spezialsauce ist zwar geheim, aber René verrät, dass neben seiner Gewürzmischung noch zwei Sorten Curry, Honig und Tomatenmark hinein kommen. Zusammen mit einer Curry-Chili-Mischung kommt die Sauce über eine normale Burenwurst und ergibt so die mittlerweile vom Gourmet-Magazin „Falstaff“ prämierte Curry Wurst. Den Imbissstand „Zum scharfen René“ findet ihr am Schwarzenbergplatz 15 im ersten Bezirk. Von Montag bis Freitag öffnet René seinen Würstelstand um 11:00 Uhr, wobei er am Montag um 19:00 Uhr, von Dienstag bis Donnerstag um 4:00 Uhr und am Freitag um 5:00 Uhr schließt. Am Samstag könnt ihr zwischen 21:00 und 5:00 Uhr auf einen scharfen Imbiss vorbeischauen. 


Wiener Würstelstand, 1080

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© Caleb Iquendo

Der „Wiener Würstelstand“ hat erst dieses Jahr eröffnet und überzeugt seitdem mit seinen Qualitätsprodukten. Dabei wird besonders auf Bio-Waren aus kontrollierter Landwirtschaft gesetzt und so gibt es beispielsweise auch Käsekrainer von drei verschiedenen Fleischern. Das saftige „Renggn“ Sauerteig-Brot, das als Beilage zu den knackigen Würsten serviert wird, kommt von der Holzofen-Bäckerei „Gragger & Cie“. Unsere Empfehlung: Probiert unbedingt die original Bosna mit Würsten aus der Salzburger „Hofmetzgerei Fuchs“, frisch geschnittenen Petersil-Zwiebeln, Senf und Hauscurry-Masala in einem eigens dafür gebackenen Bosna-Weckerl – einfach zum Anbeißen! Auch die Getränke-Karte kann sich sehen lassen, denn für Bierliebhaberinnen und -liebhaber gibt das original Salzburger „Augustiner Bier“ oder das „Bräu am Berg“ aus einer Privatbrauerei. Außerdem bekommen Studentinnen und Studenten ein eigenes Studentenbier für nur € 2,20. Den „Wiener Würstelstand“ findet ihr in der Pfeilgasse an der Ecke zur Strozzigasse im achten Bezirk. Von Dienstag bis Freitag öffnet der Imbiss um 11:30 Uhr und schließt am Dienstag und am Mittwoch um Mitternacht, am Donnerstag und am Freitag um 4:00 Uhr und am Samstag könnt ihr es zwischen 17:00 und 4:00 Uhr so richtig knacken lassen!



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