Rund um Wiener Originale, Wiener Originale

Von Poeten & Literaten: Wiens Schriftsteller

Die Wiener Kaffeehausliteratur ist berüchtigt. Als solche werden Werke bezeichnet, die ganz oder zumindest teilweise im Kaffeehaus geschrieben wurden. Berüchtigt deshalb, weil die Schriftsteller und Schriftstellerinnen den Schmäh eingeatmet und mit dem Stift aufs Papier gebracht haben sollen, wie sonst niemand. Neben bekannten „Kaffeehausliteraten“, wie etwa Paul Altenberg (Nachtcafé) oder Franz Werfel (Im Kaffeehaus für Gott und Lenin), hat die Stadt Wien auch einige - weltbekannte - Literaten und Poeten geprägt.

Die Wiener Kaffeehausliteratur ist berüchtigt. Als solche werden Werke bezeichnet, die ganz oder zumindest teilweise im Kaffeehaus geschrieben wurden. Berüchtigt deshalb, weil die Schriftsteller und Schriftstellerinnen den Schmäh eingeatmet und mit dem Stift aufs Papier gebracht haben sollen, wie sonst niemand. Neben bekannten „Kaffeehausliteraten“, wie etwa Paul Altenberg (Nachtcafé) oder Franz Werfel (Im Kaffeehaus für Gott und Lenin), hat die Stadt Wien auch einige - weltbekannte - Literaten und Poeten geprägt. 

 

Politische Poesie à la Auersperg

Anastasius Grün

Anastasius Grün, so das Pseudonym von Anton Alexander Graf von Auersperg. Der im 19. Jahrhundert lebende Poet war als Politiker und politischer Lyriker ein einflussreicher und gefeierter Vertreter der österreichischen liberalen Poesie. Sein Renommee brachte ihn weit. So wurde Anastasius Grün 1864 zum Ehrenbürger der Stadt Wien ernannt, 1865 wurde er Ehrendoktor der Universität Wien und 1868 Ehrenpräsident der Delegation des Reichsrats, um nur ein paar seiner Errungenschaften zu nennen. Im Jahr 1896 benannte man die Anastasius-Grün-Gasse in Wien-Währing nach dem Dichter. Darüber hinaus ziert sein Antlitz ein Denkmal mit Porträtbüste im Schillerpark.

 

„Es ist egal, ob die Jelinek in der Zeitung steht, oder im Regal“

 

So sieht Künstlerin Usula Stock die Schriftstellerin

Sie ist DIE Wiener Schriftstellerin: Elfriede Jelinek. Die Austropop-Band „Wanda“ widmete ihr 2014 einen Song - aus diesem stammt die obrige Zeile. Sie schreibt über Missstände im öffentlichen, politischen und privaten Leben der österreichischen Gesellschaft. Leserinnen und Leser beschreiben ihren Stil als sarkastisch und provokant. Sie selbst bezeichnet sich gar als obszön, blasphemisch, vulgär. Ihr Werk „für den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen und Dramen, die mit einzigartiger sprachlicher Leidenschaft die Absurdität und zwingende Macht der sozialen Klischees enthüllen“, verschaffte ihr 2004 sogar den Literaturnobelpreis - lesenswert!