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Ofen für alles!

Heiß geht’s her im Backofen! Das liebevoll genannte „Rohr“ ist beinahe so alt wie die Entdeckung des Feuers. Schnell erkannte der Mensch die Vorteile des heißen Backraumes und erschuf mit Lehmöfen die ersten Orte zum Brotbacken. War damals Holz das klassische Heizmittel, werden heutige Backöfen meist mit Gas oder Elektrizität beheizt. Am Grundprinzip hat sich jedoch nichts geändert. An der Fülle an Speisen, die in einem Ofen zubereitet werden können, jedoch schon. Die Auswahl ist kaum enden wollend: Aufläufe in verschiedensten Formen, Ofengemüse, Kartoffeln, Fleischbraten in jeglicher Form, Fisch, Nudelgerichte, Süßspeisen und natürlich nicht zu vergessen die wichtigste Kategorie: mit Käse überbacken. Jede Mahlzeit aus dem Rohr wird somit eine reine Ofenbarung.

Rezept: Schoko-Apfel-Muffins mit Zimt

© Foto: gutekueche.at

Holt euch ein wenig vorweihnachtliche Stimmung in die eigene Küche mit unseren  Zimt-Schoko-Apfel-Muffins. 

Zutaten für 12 Muffins:

  • 125 g weiche Butter
  • 200 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 3 TL Backpulver
  • 2 Eier
  • 200 ml Milch
  • 2 Äpfel
  • 60 g Haferflocken
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Zimt
  • 150 g gehackte Schokolade

So geht’s:

  • Alle Zutaten, außer den Äpfeln, in eine große Schüssel geben und zu einem gleichmäßigen Teig verrühren.
  • Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden.
  • Apfelstücke in die Schüssel hinzugeben und unter den Teig mischen.
  • Den Teig in 12 Muffinförmchen oder, wenn vorhanden, in ein eigenes Muffinblech geben und gleichmäßig verteilen.
  • Die Muffins bei 180°C im nicht vorgeheizten Backofen für ca. 30 Minuten backen und danach die Muffins noch 10 Minuten im geschlossenen Ofen behalten.
  • Muffins aus dem Backofen nehmen und auskühlen lassen.

Pitabrot

© Foto: gutekueche.at

Das Pitabrot dient als Beilage oder auch als Hauptspeise. Die Vorbereitung benötigt etwas Zeit, das Brot ist dann jedoch schnell gebacken. 

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 Würfel Germ
  • 500 g Mehl
  • 130 ml lauwarme Milch
  • 1 TL Salz
  • 200 ml lauwarmes Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • 1,5 TL Zucker

So geht’s:

  • Mehl in eine Schüssel sieben, Zucker hinzugeben und Germ einbröseln.
  • Milch und Wasser in einer eigenen Schüssel zusammenrühren und danach etwa 2/3 des Gemisches zum Mehl hinzugeben. Alles verrühren und zu einem Vorteig kneten und etwa 20 Minuten ruhen lassen.
  • Salz ins restliche Wasser-Milch-Gemisch geben, zum Teig hinzufügen und zu einem glatten Teig kneten.
  • Den Teig zu Kugeln formen und flach drücken. Diese Teigteile eine halbe Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
  • Die Teigfladen sollten etwa 6 mm dick sein. Mit Olivenöl bestreichen und 5 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 175°C aufbacken. Eventuell während der Backzeit wenden.

Kissen aus dem Ofen

Wärmekissen haben im Herbst und am Übergang zum Winter Hochkonjunktur. Doch nicht nur bei kalten Füßen sind Wärmekissen gern gesehene Gäste unter der Bettdecke, auch bei Verspannungen im Nackenbereich, Bauchschmerzen oder Rückenschmerzen werden wärmende Kissen angewendet. Gefüllt sind diese Kissen beispielsweise mit Kirschkernen oder Traubenkernen, die die Wärme aus dem Backofen besonders gut speichern. 

Mittlerweile sind Kirschkern- oder Traubenkernkissen in beinahe jedem Drogeriemarkt erhältlich. Du kannst aber auch dein eigenes Kissen basteln.

Traubenkernkissen selber machen

© Foto: gesundheitskissen.at

Da im November Kirschen nicht mehr Saison haben, kannst du dir dein eigenes Wärmekissen aus Weintraubenkernen selbst nähen. Du brauchst dazu einen Baumwollstoff, kannst aber auch alte Kleidungsstücke  upcyceln. Und du benötigst viele Traubenkerne. Lade also alle deine Freunde zur Weintrauben-Party ein. Du findest Traubenkerne jedoch auch fertig abgepackt z.B. in Reformhäusern.

Für ein Kissen in der Größe von etwa 20 x 20 cm benötigst du rund 350 Gramm Traubenkerne. Die Kerne für zehn Minuten in kochendes Wasser geben, um das restliche Fruchtfleisch zu entfernen. Danach die Kerne für eine Stunde bei 90°C im Backofen erhitzen und trocknen. Mit dem vorhandenen Stoff ein Kissen nähen, dabei aber eine Öffnung für die Traubenkerne freihalten. Das Kissen bis etwa zur Hälfte mit den Kernen befüllen und die Öffnung im Anschluss zunähen.

Ofensichtlich ein Sprachkünstler 

Der Backofen ist als fixes Gerät in heimischen Küchen kaum mehr wegzudenken. Doch auch im alltäglichen Sprachgebrauch ist der Ofen ein oft vorhandenes Element. Stubenhocker kommen nicht mehr hinter dem Ofen hervor, manchmal kann man keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlocken, ein Schuss in den Ofen ist schnell mal gemacht, heiße Öfen fahren sich nicht von selbst und zu guter Letzt ist der Ofen aus.

Auch Philosophen und Dichter vergangener Zeiten haben sich die Metapher-Fähigkeiten des Ofens zu Herzen genommen:

„Heiraten in der Jugend heißt, sich im Sommer einen Ofen kaufen. Erst im Winter weiß man, ob er heizt oder raucht.“ Johann Paul Friedrich Richter, 1763-1825

„Manche Gedanken sind wie ungespaltenes Holz. Wer den geeigneten Ofen hat, kann damit heizen. Andere müssen spalten und manche müssen die wärmehaltenden Scheite liegen lassen und derweilen frieren.“ Berthold Auerbach, 1812-1882