20. bis 23. Bezirk

IG Viertel um den Allerheiligenplatz – 25 Jahre Wiener Einkaufsstraßen

Rund um den Allerheiligenplatz im 20. Wiener Gemeindebezirk, Brigittenau, hat sich ein eigenständiges Einkaufsgrätzl entwickelt. Zwischen großer und kleiner Taborbrücke ist ein bunter Branchenmix entstanden, der für eine exzellente Nahversorgung sorgt. Die ansässigen Spezialisten erfüllen gerne auch ausgefallene Kundenwünsche und punkten mit individueller Fachberatung. Darüber hinaus haben sich unterschiedlichste Handwerksbetriebe angesiedelt.

Erst die Befestigung des Augebietes gegen Ende des 17. Jahrhunderts ermöglichte die Bebauung dieses Gebietes. Der neugewonnene Stadtteil wurde rasch besiedelt und lockte auch zahlreiche Industrie- und Gewerbebetriebe an. 

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Der Allerheiligenplatz verdankt seinen Namen seit 1905 der Allerheiligenkirche. Bereits im 17. Jahrhundert wurde neben der großen Taborbrücke eine Kapelle für Mautbedienstete und durchziehende Fuhrleute erbaut. Über die Jahre verfiel die Kapelle, und so ließ Kaiserin Maria Theresia diese 1769 sanieren und wiederherstellen. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Kapelle von den Franzosen geplündert und anschließend aufgrund der Donauregulierung abgetragen. Erst 1905 wurde nach Plänen von Hans Schneider eine neue Kirche erbaut, die wiederum während des Zweiten Weltkrieges zerstört wurde. 1949 wurde mit dem Neubau nach einem Entwurf von Josef Vytiska begonnen.

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Immer in Sichtweite ist der über 200 Meter hohe Millennium Tower. Der Büroturm mit seinen 50 Stockwerken galt lange Zeit als das höchste Bürogebäude Österreichs. Seit 2014 stellt der DC Tower den höchsten Wolkenkratzer des Landes dar.

Die Mitgliedsbetriebe des Einkaufsstraßenvereins „Interessensgemeinschaft Viertel um den Allerheiligenplatz“ bestehen zum Teil schon seit vielen Jahren und sind großteils im Familienbesitz. Zahlreiche Kaufleute sind weit über die Bezirksgrenze hinaus bekannt. Doch auch viele neue Unternehmer haben sich im Allerheiligenviertel angesiedelt, wodurch sich das Einkaufsgrätzl mit seinem Umfeld ständig leicht verändert und spannend für neue Entdeckungen bleibt.

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Bildquellen: ÖNB (www.bildarchivaustria.at), ÖNB/Simoner