8. bis 13. Bezirk, 25 Jahre Wiener Einkaufsstraßen

IG Kaufleute Ober St. Veit – 25 Jahre Wiener Einkaufsstraßen

Der Bezirksteil Ober St. Veit ist einer von 89 Wiener Katastralgemeinden der Gemeinde Hietzing. 1015 wurde der historische Ort erstmals offiziell erwähnt und diente später lange Zeit – ähnlich wie Hietzing – zur Sommerfrische. Durch die Anbindung an die Stadt Wien erlangte Ober St. Veit einen enormen Aufschwung bei Tagesausflügen der Wiener Bevölkerung.

Früher galt das Gebiet rund um Ober St. Veit als ein beliebtes Weinbaugebiet. Über die Jahre wurden die Weingärten immer weniger und es entwickelten sich viele Gastwirtschaften. Zur Zeit der Eingemeindung durch Wien im Jahr 1891 gab es in Ober St. Veit und Hacking über 30 Gastronomiebetriebe. Vieles hat sich seitdem verändert, aber auf Speis und Trank ist noch immer Verlass.

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Tradition wird hier noch groß geschrieben
Viele Mitglieder des Vereins „Interessensgemeinschaft Kaufleute Ober St. Veit“ weisen bereits eine jahrzehntelange Tradition auf. Die Region setzt dabei auf Genuss und Qualität. Das Angebot reicht von unterschiedlichsten Handelsbetrieben über Handwerker bis hin zu vielen Gaststätten. 

Historische Funde
Im heutigen Ober St. Veit wurde Ende der 60er-Jahre eine Siedlung aus der Altsteinzeit entdeckt. Die Funde stellen die ältesten Spuren menschlichen Lebens in Wien dar und werden auf ein Alter von über 20.000 Jahren geschätzt.  

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Der Wolfrathplatz in Ober St. Veit 
Den Wolfrathplatz zieren gleich zwei imposante Bauwerke. Die St. Veiter Pfarrkirche lädt mit ihrer langen Tradition zum Einkehren ein. Angeblich stand bereits Ende des 12. Jahrhunderts eine kleine Burg mit Gotteshaus an der selben Stelle. Die Kirche wurde durch die Türkenbelagerungen zerstört, jedoch wieder aufgebaut und anschließend ausgebaut. Durch Matthias Gerl erfolgte 1742 ein spätbarocker Neubau, welcher nun über den Restbeständen einer gotischen Stützmauer steht. 

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Insgesamt betrachtet ist Ober St. Veit ein großes Dorf in der Stadt, das von seinen Bewohnern und Kaufleuten bewusst belebt und gestaltet wird.

Bildquelle: ÖNB (www.bildarchivaustria.at), ÖNB/Markl