8. bis 13. Bezirk, 25 Jahre Wiener Einkaufsstraßen

IG Kaufleute Josefstadt im 8. Bezirk – 25 Jahre Wiener Einkaufsstraßen

Benannt nach der früheren Vorstadt Josefstadt, galt die Josefstädter Straße einst als Fahrweg zwischen dem Gut Lerchenfeld und einem ehemaligen Acker, den wir heute unter dem Namen Burggasse kennen. Heute ist sie eine beliebte Einkaufsstraße bei den Wienerinnen und Wienern und gilt als Inbegriff des kreativen Handels. Wir haben einen historischen Spaziergang durch die Josefstädterstraße gewagt – und worauf wir gestoßen sind, möchten wir euch natürlich keinesfalls vorenthalten.

Vom Ackerland zum Einkaufsgebiet
Kaum zu glauben, aber wahr: Bis Mitte des 17. Jahrhunderts war die Josefstädter Straße ein landwirtschaftliches Gelände, das zum Großteil aus Äckern, Wiesen und Weingärten bestand. Zu dieser Zeit reichte sie außerdem nur bis zur Blindengasse. Wie dieser Name bereits erahnen lässt, befand sich in dieser Gasse ein Blindeninstitut. Nach dessen Auflösung wurde die Josefstädter Straße bis an den Gürtel verlängert. 

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Die Geschichte vom Landgut Rottenhof
Das Landgut Rottenhof stand damals, als die Josefstädter Straße noch eine Vorstadt Wiens war, an der Stelle des heutigen Schmerlingplatzes. Später wurde das Gut übersiedelt, und zwar dorthin, wo heute das Palais Auersperg steht. Das Gut stand von Anbeginn im Besitz von Hippolito Marchese Malaspina. 1700 verkaufte er es an die Stadt Wien: Der Kaufvertrag gilt als „Geburtsurkunde“ der Josefstadt.

Seitdem hat sich viel verändert: „Das Geschäftsfeld der Josefstadt ist vor allem auf Modegeschäfte und Kunsthandwerker konzentriert. Wobei dieses Kunsthandwerk vom Buchbinder bis zum Designer reicht. Das liegt vielleicht an der Verjüngung unseres Publikums. Dies hat unserem Einkaufsgebiet einen ganz neuen, urban-modernen Touch gegeben. Darauf sind wir besonders stolz“, so Claus Korper, Obmann der Interessensgemeinschaft Kaufleute Josefstadt.

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Bildquelle: ÖNB (www.bildarchivaustria.at), ÖNB/Naeher, ÖNB/Lichtbildstelle