25 Jahre Wiener Einkaufsstraßen, 20. bis 23. Bezirk

IG Kaufleute Jedlersdorf/Stammersdorf – 25 Jahre Wiener Einkaufsstraßen

Im Nordosten von Wien findet man eine gemütliche Einkaufsatmosphäre abseits des Mainstreams: Das Einkaufsgrätzl im 21. Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf zeichnet sich besonders durch seinen dörflichen Charakter aus. Die Kaufleute von Jedlersdorf und Stammersdorf punkten durch ihren bunten Branchenmix, der eine perfekte Nahversorgung sicherstellt.

Die Region am Hang des Bisamberges wurde bereits im Mittelalter besiedelt, im 17. Jahrhundert war Stammersdorf ein beliebtes Feldlager der Böhmer. Jedlersdorf entstand hingegen auf einer von Seitenarmen der Donau gebildeten Insel. Der Ort besaß ab 1538 eine eigene Pfarre, die jedoch während der Türkenbelagerungen stark zerstört wurde. Nachdem alles wieder aufgebaut war, dauerte es nicht lange und die Einwohnerzahl brach aufgrund der Pestkatastrophe auf 37 Personen ein. 

Ähnlich wie in anderen Randbezirken sperrten hier in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Geschäfte zu oder übersiedelten in Shoppingcenter. Der Verein „Interessensgemeinschaft Kaufleute Jedlersdorf / Stammersdorf“ setzt sich dafür ein, seine Mitgliedsbetriebe gezielt zu fördern. Der Einkaufsstraßenverein hatte seinen Ursprung 1995 in der Mitterhofergasse mit nur 6 Geschäften. Über die letzten beiden Jahrzehnte sind immer mehr Betriebe beigetreten, und auch eine Fusion der beiden Vereine Jedlersdorf und Stammersdorf fand statt. Für die Zukunft wird eine weitere Fusionierung mit dem Einkaufsstraßenverein Strebersdorf angestrebt. Der langjährige Obmann des Einkaufsgebietes, KommR Helmut Lapatschka, erhofft sich außerdem, dass das Gebiet dadurch für die Kunden attraktiver wird und sie wieder vermehrt lokal und traditionell einkaufen.

Besonders stolz ist Helmut Lapatschka auf die Vereinszeitung, das Dorfblatt. Bereits 2002 wurde die erste Ausgabe herausgegeben, inzwischen hat sie eine Auflagenzahl von 30.000 Stück. Die Zeitung wird an die Anrainer versendet und liegt zur freien Entnahme bei den Mitgliedsbetrieben auf.

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Bildquellen: ÖNB/Slanar, ÖNB (www.bildarchivaustria.at)