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Grätzlg’schichten – Gänsehäufel

Früher befanden sich zwei kleine Inseln auf dem damaligen Hauptarm der Donau, die als „Kleine Gänsehaufen“ bekannt waren. Die größere der beiden Inseln kennen wir heute unter dem Begriff „Gänsehäufel“. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entdeckte der Naturist Florian Berndl das Gänsehäufel bei einer Wanderung und pachtete daraufhin sofort einen Teil der Insel. Berndl begeisterte viele Wienerinnen und Wiener mit seiner Vorliebe für das FKK-Baden, was ihm allerdings Ärger mit der konservativen Stadtverwaltung einbrachte. Im Jahr 1905 übernahm die Stadt Wien das Bad und eröffnete es zwei Jahre später als „Strandbad der Commune Wien am Gänsehäufel“. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs vergnügte man sich in dem Schwimmbad, bevor es durch Bombenangriffe vollständig zerstört wurde. Innerhalb von zwei Jahren erfolgte der Wiederaufbau des Freibades, sodass es im Jahr 1950 seine Neu-Eröffnung feiern konnte. Heute ist das Gänsehäufel mit 30.000 Besucherinnen und Besuchern am Tag das meistbesuchte städtische Freibad Wiens. Einzig der abgesperrte FKK-Bereich erinnert noch an frühere Tage. Mit tollen Freizeitangeboten wie Stand Up Paddling, einem Beachvolleyballplatz oder einem Hochseilklettergarten kann man sich bestimmt noch lange am Gänsehäufel erfreuen – einfach genial!

Bildquelle: blog.kinderinfowien.at