News

Grätzelgschichten: Die Gesellschaft der Musikfreunde Wien

Im Jahr 1812 wurde ein Wohltätigkeitskonzert in der Winterreitschule der Wiener Hofburg aufgeführt, welches als Geburtsstunde der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien gilt. Dabei wurde das Händel-Oratorium „Timotheus oder die Gewalt der Musik“ aufgeführt, welches beim Publikum derart gut ankam, dass spontan eine zweite Aufführung vier Tage später geplant wurde. Voller Euphorie durch den Erfolg des Benefizkonzerts, entwarf der damalige Sekretär der Gemeinschaft adeliger Frauen „Joseph Sonnleithner“ die Grundzüge des heutigen Musikvereins. Stolze 507 „Musikfreunde und -freundinnen“ bekundeten ihr Interesse und gelten auch heute noch als Gründungsmitglieder der Gesellschaft. Neben der Wiener Konzerthausgesellschaft ist die Gesellschaft der Musikfreunde heute der bedeutendste Konzertveranstalter Wiens. Archiv, Bibliothek und Sammlungen sind bis heute ein wichtiger Teil der Gesellschaft, die damit über die bedeutendste private Musiksammlung der Welt verfügt.