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Gärtnern in der Stadt

Im eigenen Garten oder Hof – das Hochbeet

Für den urbanen Gartenbau sind Hochbeete besonders beliebt. Ein wesentlicher Vorzug eines Hochbeets ist die schnellere Erwärmung im Vergleich zu Beeten am Boden. Das Ergebnis überzeugt: Gemüse schmeckt aromatischer und reift rascher. Überlegt euch zuerst, was ihr in eurem Garten gerne anpflanzen möchtet, denn manche Pflanzen bringen im Hochbeet deutlich mehr Ertrag als man erwarten würde. Eine Paradeiser spendet über einen Sommer hindurch, je nach Sorte, mehrere Kilogramm saftiger Früchte. Zucchini entwickeln wunderschöne Blätter und große, gelbe Blüten, die auch am Salat gut schmecken. Ihr könnt sie einfach abpflücken, denn die Früchte der Pflanze wachsen hinter den Blütenstämmen heraus und erreichen im Hochbeet stattliche Ausmaße von bis zu 40 cm Länge!  

In den Wintermonaten können Hochbeete als Komposter eingesetzt werden. So bekommt ihr hochwertigen Dünger und das Hochbeet muss in der nächsten Pflanzsaison nur an der Oberfläche mit hochwertiger Erde nachgefüllt werden. Hochbeete lassen sich auch leicht selbst aus Holz oder Hohlziegeln bauen, es gibt mittlerweile aber auch eine große Auswahl an fertigen Hochbeeten in den meisten Bau- und Gartenmärkten. Unser Tipp: für ein besonders schönes Ergebnis pflanzt in eurem Hochbeet eine Mischung aus Blumen und Gemüse. 

Auf Balkon oder Terrasse 

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Durch das eigene Mikroklima eignen sich diese Orte ideal für einen Mini-Garten in der Stadt. Selbst mit geringem Zeitaufwand lassen sich Balkone und Terrassen preiswert in blühende, erholsame Oasen verwandeln. 

Zuerst müsst ihr den Lichteinfall und die Wetterbedingungen auf eurem Balkon oder eurer Terrasse kennen. Danach lassen sich die richtigen Pflanzen für den Anbau bestimmen. Wenn euer Balkon z. B. auf der Sonnenseite eures Hauses liegt, sollten keine besonders durstigen Gewächse ausgewählt werden. 

Die gute Nachricht: für Anfänger gibt es Pflanzen, die mit sehr wenig Pflege wachsen. Dazu zählen etwa Eisenhut, Vergißmeinnicht und Lilien. Diese Blumen blühen sehr gut im Schatten - Sommerflieder, Salbei und Lavendel vertragen reichlich Sonne. Informiert euch am besten im Gartenfachhandel oder bei eurem nächsten Blumenhändler. Auch auf den Saatgutpackungen finden sich genaue Hinweise, was wo am besten wächst.

Wenn ihr euch für die Pflanzensorten entschieden habt, könnt ihr euch Gedanken über die Anordnung machen. Ein dekorativer Vorschlag: sollte euer Balkon eine seitliche Wand besitzen, lässt sich daran mit abgehängten Trögen und Töpfen ein hängender Garten anordnen. 

In der Wohnung

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Selbst wenn man keinen Balkon oder Garten besitzt, kann man sich ein kleines Fleckchen Grün in die eigenen vier Wände holen. Beispielsweise eignet sich ein sonniges Plätzchen am Küchenfensterbrett ideal für den Anbau von Kräutern und Kleingemüse. Minze, Rosmarin und Basilikum etwa bereichern die Küche nicht nur kulinarisch, sondern passen auch zu erfrischenden „Long Drinks“ oder spritzigen Weinen. Lust auf Naschgemüse? Einige Gemüsearten z. B. Kirschtomaten oder Minigurken gedeihen prima am Fensterbrett.

Ein Küchengartentipp: Kartoffelkochwasser eignet sich beispielsweise ideal als Düngemittel oder verdünnt als Gießwasser. 

„Die Erde drückt ihr Lachen durch Blüten aus.“ sagt ein Zitat des Dichters Ralph Waldo Emerson. Auch die Blüten Eures urbanen Heimgärtchens – z.B. wie schon erwähnt von Zucchinis, aber auch von Lavendel, Veilchen und Gänseblümchen – verschönern eure Salate und Smoothies. Gut zu wissen: Auch die Stadt Wien sorgt für bunt Blühendes im öffentlichen Raum. Die MA42 pflanzt jährlich rund eine Million Blumenzwiebel in den städtischen Parks, Straßen und Grünflächen.