Wiener Originale, Rund um Wiener Originale

Ein echter Wiener geht nicht unter

Die österreichische Kultserie schlechthin: „Ein echter Wiener geht nicht unter“ - oft imitiert und nie erreicht! 

1977 wurde die erste Episode der TV-Serie "Ein echter Wiener geht nicht unter" mit Karl Merkatz in der Hauptrolle im Fernsehen ausgestrahlt. Von da an gab es kein Halten mehr und der Siegeszug der Serie begann. Die von Ernst Hinterberger produzierte Serie ist auch nach 30 Jahren noch ein Hit. Doch was macht gerade diese Serie aus?

Aus alten Stereotypen, mach neue…
Im Mittelpunkt steht Edmund „Mundl“ Sackbauer, der das Chaos des Lebens bei sich zu Hause in der Hasengasse in Wien-Favoriten er- und überlebt. Rund um ihn seine treue Famile: seine Frau Toni (Ingrid Burkhard), die wenig sagt, aber in entscheidenden Momenten doch das letzte Wort hat. Sein erstgeborener Sohn Karl Sackbauer (Karl Rott), der wie Mundl einen Drang zum ausufernden Biergenuss hat, die launische Tochter Johanna Sackbauer (Erika Deutinger) und schließlich der jüngere Sohn der Sackbauers, Johann Sackbauer, der den vernünftigen Part gibt. 

Was den Zuschauern und Zuschauerinnen wohl am meisten im Gedächtnis geblieben ist, sind die markanten Sprüche des Mundl. Hochkaräter wie "Mei Bier is net deppat", "Kriegst a Watschn, dass dir 14 Tag der Schädel wackelt" oder "Bist du so deppat oder stellst’ dich nur so?“ sind schon beinahe zeitlose Klassiker.  

Die sozial-realistische Darstellung war ein bewusster Bruch mit dem Bild von Familie, das zu jener Zeit in den aus den USA und Großbritannien importierten Seifenopern geboten wurde. Vieles in der Serie bewegt sich zwischen Tragik und Humor. Es ergeben sich immer wieder Konflikte, die oftmals auf „Wiener Weise“ gelöst werden. 

Das Leben des Wiener Bierfreundes Edmund Sackbauer und seiner Familie ist in Österreich einfach Kult.