Die Wiener Themenwochen

Die Wiener Themenwochen: Die schönsten Bim-Strecken - Sightseeing für 2,60€

Die erste Wiener „Bim“ verkehrte im Jahr 1865, damals jedoch noch als Pferdetramway. Die Elektrifizierung der Wiener Straßenbahnlinien begann 1897 und ist heute mit einer Linienlänge von mehr als 220 Kilometern nach Melbourne, Berlin, St. Petersburg und Moskau das fünftgrößte Straßenbahnnetz weltweit. So lässt sich die Donaumetropole auch ideal mit der Bim erkunden. 28 unterschiedliche Straßenbahnlinien verkehren quer durch die Stadt und ermöglichen Sightseeing für € 2,60 pro Fahrt. In dieser Themenwoche stellen wir euch fünf besondere Linien vor, mit denen ihr Wien auf Gleisen erkunden könnt.

1er Linie zwischen Karlsplatz und Wiener Prater


Die Linie 1 gehört zu den bekanntesten Straßenbahnlinien Wiens und verkehrt zwischen Stefan-Fadinger-Platz im 10. Bezirk und der Prater Hauptallee. Wer Richtung Prater unterwegs ist, wird ab dem Karlsplatz mit Blicken auf prächtige Bauwerke am Ring belohnt: Nach und nach reihen sich Oper, Hofburg, Heldenplatz, Parlament, Rathaus, Burgtheater und Universität aneinander. Ab dem Schwedenplatz führt die Linie 1 durch das geschichtsträchtige Weißgerberviertel in den ruhigen Prater direkt an die Hauptallee. Die Fahrt mit der 1er Linie garantiert kontrastreiche Sicht auf Wien.


Bildquelle: nachrichten.at

43er Linie vom Schottentor nach Neuwaldegg


Ausgehend vom Schottentor bei der Universität führt die Linie 43 westwärts über den Gürtel und endet schlussendlich im ruhigen Grätzl Neuwaldegg im 17. Bezirk Hernals. Mit Blick auf die Votivkirche beginnt die Fahrt am Schottentor, führt am Alten AKH vorbei und setzt sich bei der Alser Straße auf der westlichen Gürtelseite fort. Auf der belebten Hernalser Hauptstraße geht die Fahrt ins ruhigere Dornbach weiter, wo bereits die ersten Weinberge ins Blickfeld kommen. An der Endstation in Neuwaldegg angekommen, lässt sich im Anschluss an die Fahrt im naheliegenden Schwarzenbergpark ein gemütlicher Spaziergang unternehmen. 


Bildquelle: manfredhelmer.wordpress.com

60er Linie von Hietzing nach Rodaun


Die Linie 60 verkehrt zwischen Hietzing und Rodaun. In direkter Nachbarschaft zum Schloss Schönbrunn beginnt die Fahrt mit der 60er Linie in Hietzing. Von hier aus geht’s am Küniglberg vorbei in den Stadtteil Speising, wo der nächste Hügel, der Rosenhügel, passiert wird. Quer durch Mauer landet man schließlich in Rodaun und befindet sich hier direkt an der Wiener Stadtgrenze. Naherholungsgebiete wie der Liesing-Fluss oder der Zugberg befinden sich in gemütlicher Gehweite.


Bildquelle: hiveminer.com

71er Linie von der Börse zum Zentralfriedhof


Von der Börse zum Friedhof: ein interessanter Werdegang. Mit der 71er Linie ist dies möglich. Im Gegensatz zu früheren Zeiten wird die Bim heutzutage nicht mehr für den Sargtransport zum Zentralfriedhof genutzt. 
Von der Börse führt der erste Abschnitt am prunkvollen Ring entlang zum Schwarzenbergplatz und zum elitären Belvedere. Entlang des Rennwegs geht die Fahrt mit der 71er weiter nach St. Marx und Simmering und hält direkt am Haupteingang des Zentralfriedhofes. Ein ausgedehnter Spaziergang durch eine der größten Friedhofsanlagen Europas rundet die Fahrt mit der Linie 71 ab.


Bildquelle: thegap.at

D Linie vom Hauptbahnhof nach Nußdorf


Die Linie D ist eine Nord-Süd-Verbindung und verkehrt zwischen dem Wiener Hauptbahnhof und dem gemütlichen Weinort Nußdorf im 19. Bezirk. Leicht abwärts führen die ersten Meter der Fahrt vom Bahnhof ausgehend am Belvedere vorbei zum Schwarzenbergplatz. Die prachtvollen Bauten am Ring begleiten die Fahrt zur Börse, während im Anschluss die Stadtteile Rossau, Spittelau und Heiligenstadt durchquert werden. Die Fahrt der Linie D endet im Weinort Nußdorf. In unmittelbarer Nähe laden etliche Heurige zur Einkehr ein.


Bildquelle: meinbezirk.at