25 Jahre Wiener Einkaufsstraßen, 2. bis 7. Bezirk

Die Praterstraße und der ZwiB im 2. Bezirk - 25 Jahre Wiener Einkaufsstraßen

Einst beherbergte sie pensionierte Hofjäger, später entwickelte sie sich zu einer der vornehmsten Straßen in den Vorstädten: Die damalige Jägerzeile und heutige Praterstraße. Bis 1862 war sie vor allem als Siedlung der Waidmänner bekannt, doch davon ist nichts mehr zu bemerken, denn: Jäger sind hier heutzutage nur mehr selten anzutreffen. Trotzdem gilt sie als beliebtes Pflaster für Besucher, ob als Ausflugsziel oder vielfältige Einkaufsstraße.

Von der Aulandschaft zum Vergnügungspark: Der Wiener Prater

Der Prater wurde das erste Mal 1162 urkundlich erwähnt. Seinen Namen verdankt er dem Adeligen Conrad de Prato, dessen Familie sich später „Pratter“ bzw. „Prater“ nannte. Damals war das Areal noch kaiserliches Jagdgebiet. Erst die Eröffnung für die Wiener war schließlich die Geburtsstunde des heutigen „Wurstelpraters“. Die Hauptallee des Vergnügungsparks wurde immer belebter und schnell mit Kaffeehäusern, Wirten und ersten Schaustellern besiedelt. Später schlug hier auch der weltberühmte Zirkus de Bach seine Zelte auf.

Individuell und einzigartig: Die Praterstraße

Spaziert man die Praterstraße entlang, staunt man ob der Vielzahl ihrer Angebote. Besonders bekannt ist das Einkaufsgebiet vor allem durch seine kleinen, individuellen Restaurants und Modeboutiquen. Die Zukunft der Straße sieht der Obmann der Initiative Praterstraße, Dr. Florian Kaps, positiv: „Wir sind besonders stolz auf den einzigartigen Mix unserer Mitglieder, quer durch alle Professionen und Generationen. Wir alle glauben an das unglaubliche Potential dieser Straße und an die Tatsache, dass wir nur mit vereinten Kräften etwas verändern werden können.“ 

Und dieses Potential wird kulinarisch bereits voll ausgeschöpft: Für Sushi-Fans bietet z.B. das Mochi die leckersten japanischen Rohfisch-Spezialitäten, und das in den verschiedensten Ausführungen. Georgisch-orientalisch geht es im Café Ansari zu – neben exquisiten Cocktails könnt ihr hier unter anderem mit dem besten Brunch im 2. Bezirk rechnen. Essen gehen macht aber bekanntlich erst richtig Spaß, wenn auch das Outfit stimmt: Das Saba Song bietet ausgewählte Marken und besticht durch seine Individualität, aber auch die Secondhand-Edelboutique Bocca Lupo ist allemal einen Besuch wert – perfekter Dinnerauftritt garantiert. Für die Individualisten unter euch hat die Praterstraße aber auch noch ein wahres Juwel zu bieten: Supersense. Der Concept Store bietet Platz für ein Café sowie kulinarische Schmankerl, aber auch ein Aufnahmestudio, eine Druckerei und Raritäten in Vinyl – einfach einzigartig! 

Drei Grätzl – ein Einkaufsgebiet: Der Kaufkreis Zweiter Bezirk

Odeonviertel, Volkertgrätzl und Alliertenviertel: Sie alle stecken hinter dem Namen „Kaufkreis Zweiter Bezirk“. Die ehemalige Obfrau des Vereins, Ilse Pichowetz, gründete den Kaufkreis 1993 und weiß: „Das Besondere an unserem Einkaufsgebiet ist, dass sich die Betriebsinhaber noch selbst um ihre Kunden bemühen. Man kann hier wirklich gut einkaufen und die Qualität stimmt einfach.“ 

Der zweite Bezirk hat also allerlei zu bieten – und rund um den Wiener Prater lässt es sich auch ganz wunderbar einkaufen.

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Bildquellen: Bezirksmuseum Leopoldstadt, ÖNB
 (www.bildarchivaustria.at)