25 Jahre Wiener Einkaufsstraßen, 2. bis 7. Bezirk

Club der Unternehmer der Mariahilfer Straße – 25 Jahre Wiener Einkaufsstraßen

Kaum zu glauben, aber wahr: Wiens größte und wohl bekannteste Einkaufsmeile, die Mariahilferstraße, war früher noch eine Dorfstraße und zählte zur landwirtschaftlichen Fläche Wiens. Davon ist heute nichts mehr zu sehen und dennoch gibt es diesen geschichtlichen Aspekt. Wir haben uns auf Spurensuche gemacht und für euch die interessantesten Details der Einkaufsstraße zusammengefasst.

Einst Weingut, heute bunte Einkaufsmeile
Wohl kaum eine andere Einkaufsstraße in Wien ist bunter und vielfältiger als die Mariahilferstraße. Was jedoch die wenigsten wissen: Sie wurde, neben der Gumpendorferstraße, hochwassersicher angelegt und deshalb von den Römern nach Westen als Lastenstraße verwendet. Im Mittelalter erkannte man schnell die gute Lage und das Potential der ehemaligen Dorfstraße, was dazu führte, dass sich bald ausgedehnte Weinkulturen dort entwickelten. Das berühmteste Weinbaugebiet zu dieser Zeit hieß „Im Schöff“ – dieses reichte etwa von der Mariahilferstraße bis zur heutigen Windmühlgasse 10. In dieser Zeit entwickelte sich auch das Theobaldkloster.  

Im 17. Jahrhundert kam es schließlich dazu, dass sich immer mehr Handwerker und Gewerbetreibende an der einst noch dörflichen Mariahilferstraße ansiedelten. Anfang des 19. Jahrhunderts bekam sie  schließlich als erste Vorstadt eine öffentliche Beleuchtung und durch die Industrialisierung entwickelten sich dort langsam die ersten Kaufhäuser. Der Grundstein zur florierenden Einkaufsmeile wurde gelegt. 

Florierende Einkaufsstraße
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Die Mariahilferstraße ist heute aus Wien absolut nicht mehr wegzudenken. Die Vielfalt ihrer Geschäfte, Restaurants, Cafés und kulturellen Einrichtungen ist so groß, dass man sie kaum in Worte fassen kann. Hier findet man einfach alles, was man braucht – Wiener Innenstadtflair inklusive. Das weiß auch Mag. Horant Woschitz, Obmann des Clubs der Unternehmer der Mariahilferstraße zu schätzen: „Besonders stolz bin ich auf unsere internationale Bekanntheit, den tollen Branchenmix aus internationalen Labels und österreichischen Fachgeschäften sowie auf die Anbindung zur Innenstadt und zum Bahnhof.“ So finden sich hier neben kleinen Boutiquen und internationalen Ketten auch Gastronomen ebenso wie eines der geschichtsträchtigsten Kinos Wiens, das Haydn-Kino.

Gut zu wissen: Bevor die Mariahilferstraße ihren heutigen Namen bekam, trug sie Straßenbezeichnungen, die wir auch heute noch in der Hauptstadt finden. So war sie bis 1897 bekannt als Laimgrubner Hauptstraße, Mariahilfer Hauptstraße, Fünfhauser Hauptstraße, Schönbrunner- und Penzinger Straße.  

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Bildquellen: ÖNB (www.bildarchivaustria.at), ÖNB/Lobinger, ÖNB/Rübelt