14. bis 19. Bezirk, 25 Jahre Wiener Einkaufsstraßen

ARGE Linzer Straße – 25 Jahre Wiener Einkaufsstraßen

Die Linzer Straße im Westen Wiens ist mit über 6 Kilometern die längste Einkaufsstraße der Hauptstadt. Unterschiedliche Geschäfte säumen die Straßenseiten: Von Antiquitätenläden über Modellbauhändler bis hin zu modernen Modegeschäften. Durch die persönliche Fachbetreuung und das vielseitige Sortiment sind die Bewohner im Einkaufsgebiet bestens versorgt. Diese Vorzüge wissen mittlerweile auch viele auswärtige Kunden zu schätzen. Neben einer bunten Gastronomieszene lässt das vielseitige Kultur- und Kunstangebot in der Linzer Straße keine Wünsche offen. Laut Silvia Mayer, Obfrau des Vereins „ARGE Linzer Straße“, ist die Einkaufsstraße nicht nur die längste, sondern aufgrund von besonderen Gemeinschaftsaktionen auch die attraktivste.

Bereits im Mittelalter gab es eine Straße parallel zum Wienfluss, der ungefähr dem Verlauf der heutigen Linzer Straße entsprach. Diese galt als wichtigste Route in den Westen Richtung Linz. Die Straße spielte außerdem vor allem für den Postweg eine wichtige Rolle. Als die Einwohnerzahl Wiens im 19. Jahrhundert stetig wuchs, siedelten sich immer mehr Industriebetriebe entlang der Straße an. Auch etliche Miethäuser fanden Einzug im Gebiet und die Linzer Straße entwickelte sich immer mehr zu einer der wichtigsten Verkehrsachsen des 14. Wiener Gemeindebezirks, Penzing.

image

Am Anfang der Linzer Straße befindet sich das Technische Museum. Der denkmalgeschützte Bau wurde 1918 errichtet und gilt als einer der ersten repräsentativen Stahlbetonbauten Österreichs. Neben einer Vielzahl an historisch und technisch interessanten Demonstrationsmodellen zählt auch eine der größtenMusikinstrumentensammlungen Europas zu seinen Schätzen. 

image

Entlang der schier endlos langen Straße lassen sich immer wieder spektakuläre Bauten und Kunstobjekte entdecken. Das Casino Baumgarten wurde 1779 als Schloss von General Andreas Hadik von Futak erreichtet und wird außerdem für kulturelle Veranstaltungen und Tonaufnahmen, wie z.B. der Wiener Symphoniker genutzt. Außerdem beherbergte die Linzer Straße das Geburtshaus des Malers Gustav Klimt. Das Haus musste 1966 jedoch einer Wohnhausanlage weichen, und so erinnert heute nur noch eine Gedenktafel an den bedeutenden österreichischen Maler. 

Die Linzerstraße überzeugt mit viel Charme und Einsatz. Durch gezielte und kreative Gemeinschaftsaktionen bieten die Kaufleute ihren Kunden ein abwechslungsreiches Einkaufsvergnügen. Aber auch verschiedenste Feste finden großen Anklang bei Bewohnern und Besuchern und tragen zu einer Belebung des Viertels bei. 

Bildquellen: bahnbilder.de, wien.gv.at, images01.neon.at