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Grätzlpromis – Markus Rogan

Markus Rogan zählt zu den bekanntesten Gesichtern des Schwimmsports, dem sogar die die Ehre zuteil wurde, Österreich bei den Olympischen Spielen zu repräsentieren. Erfahrt jetzt, was den Schwimmstar so besonders macht!

Am 4. Mai 1982 wurde Markus Antonius Rogan in Wien geboren. Bereits im Volksschulalter entdeckte er seine Leidenschaft und sein Talent für den Schwimmsport, sodass er bereits sehr erfolgreich an Schwimmwettkämpfen teilnahm.


Im Alter von 14 Jahren zog er mit seiner Familie nach Washington, wo er bei idealen Trainingsbedingungen weiter seiner Passion nachging. In den USA studierte er International Relations und Economics an der renommierten Stanford Universität, wo er sich während des Studiums durch seine Erfolge für die Schwimm-Weltmeisterschaft in Japan qualifizierte. Dort holte er sensationell die Silbermedaille über 200 Meter Rücken, wodurch der Schwimmsport erstmals in den Fokus der nationalen Medien rückte.



Bis zu den Olympischen Spielen 2004 in Athen konnte er durch weitere Podiumsplätze einen regelrechten Hype für die Sportart auslösen, sodass zahlreiche Österreicherinnen und Österreicher gespannt auf den Schwimmstar blickten. In der griechischen Hauptstadt lieferte sich der Schwimmer packende Duelle mit seinem amerikanischen Kontrahenten Aaron Peirsol, der damals die Oberhand behielt und den Österreicher über 100 und 200 Meter Rücken jeweils auf den zweiten Platz verwies. Besonders das Finale über 100 Meter Rücken ist vielen noch in guter Erinnerung, da sich Rogan nach der ersten Länge auf dem letzten Platz befand und sich mit einer spannenden Aufholjagd noch den Podestplatz sicherte.



Er erkämpfte für Österreich die erste Medaille bei den Olympischen Spielen im Schwimmen seit 1912 und kehrte erhobenen Hauptes wieder zurück in seine Heimatstadt Wien, wo er inzwischen wieder lebte. Durch seine Ergebnisse bei den Olympischen Spielen hat Markus Rogan nicht nur zahlreiche Sympathien gewonnen, sondern auch ein nie da gewesenes Interesse für den Schwimmsport in der Alpenrepublik ausgelöst.



Noch im selben Jahr gewann Österreichs Lieblingsschwimmer Goldmedaillen bei den Europameisterschaften in Madrid sowie bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Wien. Auch bei den folgenden Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Manchester hat Rogan die Goldmedaille geholt und zudem für einen neuen Weltrekord gesorgt.



In den anschließenden Jahren hat er weitere Medaillen gesammelt. 2012 wurde er deshalb sogar als Fahnenträger der österreichischen Olympiamannschaft auserkoren. Dort konnte er seinen Medaillenspiegel zwar nicht weiter ausbauen, aber mit insgesamt 34 gewonnenen Medaillen gilt er noch heute als erfolgreichster Schwimmer Österreichs.



Nach seinem Karriereende begann Markus Rogan in seiner Wahlheimat Los Angeles als Psychotherapeut zu arbeiten. In seiner eigenen Praxis ist er allerdings nur teilweise tätig, da er sich hauptsächlich als Direktor im „Paradigm Malibu" Teenagern mit Depressionen, Angststörungen und Drogenproblemen widmet. Außerdem betreute er das brasilianische Schwimmteam bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro. Zuletzt war er als Mentaltrainer unter Andreas Herzog für die israelische Fußball-Nationalmannschaft angestellt.

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